Vom 15.07. bis 27.07.2026 hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen von Erasmus+ im Sport knapp zwei Wochen beim Olympic Boxing Club Galway in Irland zu hospitieren. Im folgenden Erfahrungsbericht möchte ich einen Einblick geben, wie es überhaupt zu diesem Projekt gekommen ist, was Erasmus+ im Sport für Vereine und Trainer im Breitensport bietet, welche Erfahrungen ich in Galway sammeln konnte und welche Ideen sich aus dem Aufenthalt für die weitere Zusammenarbeit entwickelt haben.
Für mich war das Projekt besonders interessant, weil Hospitationen schon seit einigen Jahren ein wichtiger Bestandteil meiner eigenen Weiterbildung als Boxtrainer sind. Ich war unter anderem mehrfach beim BC Traktor Schwerin, am Olympiastützpunkt in Hannover und weiteren Vereinen und merke immer wieder, wie hilfreich es für meine eigene Arbeit ist, anderen Trainern über die Schulter zu schauen. Wie bauen sie ihre Einheiten auf? Welche Schwerpunkte setzen sie? Wie gehen sie mit Nachwuchssportlern um? Dabei geht es mir nicht darum, anschließend alles zu kopieren. Viel wertvoller finde ich den Vergleich und die Reflexion mit meiner eigenen Arbeit und Trainerrolle.
Was ist "Erasmus+ im Sport"?
Erasmus+ verbinden wahrscheinlich viele zunächst mit einem Auslandssemester. Mir ging es lange ähnlich. Das ursprüngliche Erasmus-Programm wurde bereits 1987 ins Leben gerufen und war zunächst vor allem auf den Austausch von Studierenden zwischen europäischen Hochschulen ausgerichtet. Der Name bezieht sich auf Erasmus von Rotterdam, der selbst durch Europa reiste, um zu lernen und zu lehren. Mittlerweile ist daraus mit Erasmus+ ein deutlich breiteres Programm der Europäischen Union geworden. Neben Hochschulen gehören heute unter anderem allgemeine und berufliche Bildung, Jugendarbeit und Sport dazu. Mit Erasmus+ hatte ich selbst bereits vor meinem Projekt in Galway Erfahrungen gesammelt. Während meines früheren Studiums habe ich zwei Auslandssemester absolviert, eines in Riga und eines in Groningen, und den Erasmus „Spirit“ selbst erleben dürfen. Dass es inzwischen aber auch ganz konkrete Fördermöglichkeiten für ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer im Sport gibt, war mir zunächst nicht bewusst. Im Bereich Sport liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Breitensport. Gefördert werden Lernaufenthalte von Coaches, Ehrenamtlichen und anderem Personal aus gemeinnützigen Sportorganisationen. Dabei geht es ausdrücklich darum, Kompetenzen weiterzuentwickeln, neue Arbeitsweisen kennenzulernen, internationale Kontakte aufzubauen und das erworbene Wissen anschließend wieder in die eigene Organisation einzubringen.
Eine Möglichkeit ist das sogenannte Job Shadowing, also eine Hospitation bei einer Sportorganisation in einem anderen europäischen Land. Aktuell können solche Aufenthalte zwischen zwei und 14 Tagen dauern. Dabei geht es nicht nur darum, irgendwo am Rand zu stehen und zuzuschauen. Der Austausch mit Trainern, Ehrenamtlichen und anderen Mitarbeitenden der Gasteinrichtung gehört ausdrücklich dazu. Daneben können über Erasmus+ im Sport auch längere Coaching im Ausland gefördert werden. Für mich war das Job Shadowing deshalb genau das passende Format. Mein Schwerpunkt liegt im Kinder- und Nachwuchsboxen, ich arbeite ehrenamtlich im Verein und wollte erleben, wie ein anderer Boxverein seine Nachwuchsarbeit, sein Training und seine Vereinsstrukturen organisiert. Erasmus+ im Sport richtet sich dabei ausdrücklich an den Breitensport. Dass man bei einer Hospitation in einem erfolgreichen irischen Boxverein gleichzeitig auch einige interessante Einblicke in leistungsorientierte Nachwuchsstrukturen bekommt, lässt sich im Boxsport allerdings nur schwer verhindern.
Warum Irland?
Irland war für mich auch aus sportfachlicher Sicht ein besonders interessantes Ziel. Der irische Boxsport ist international seit vielen Jahren sehr erfolgreich und hat gleichzeitig starke historische und gesellschaftliche Wurzeln. Besonders spannend finde ich aber vor allem die Arbeit von Zauri Antia, der von 2003 bis Ende 2025 das irische High-Performance-System wesentlich mitgeprägt und seinen sowjetischen Boxstil aus Georgien in Irland „weiterentwickelt“ hat. Seine Vorstellung eines Universalboxers, der sich auf unterschiedliche Gegner und Kampfsituationen einstellen und mehrere Lösungen finden kann, finde ich sehr spannend! Dazu gehören laut Antia unter anderem eine variable Beinarbeit, das Kämpfen in allen Reichweiten, Finten sowie ein aktiver Jab.
Von der ersten Idee bis zum Antrag
Während einer Hospitation im April 2025 in Hannover habe ich erstmals von der Möglichkeit eines Erasmus+ im Sport Projekts gehört und so begann ich, nach einem geeigneten Boxverein in Irland zu suchen. Über den ehemaligen Bundestrainer Eddie Bolger (der selbst viele Jahre im High Performance Team in Irland u.a. mit Zauri Antia gearbeitet hat) entstand zunächst ein Kontakt zum Monkstown Boxing Club in Dublin. Eine Hospitation dort ließ sich letztlich nicht so umsetzen, wie zunächst gedacht. Bei der weiteren Suche kam ich schließlich mit Mike Mongan vom Olympic Boxing Club Galway in Kontakt. Mike reagierte auf meine Anfrage sofort sehr offen und herzlich. Bereits bei den ersten Nachrichten hatte ich das Gefühl, dass wirklich Interesse an einem Austausch besteht. Relativ schnell war deshalb klar, dass Galway eine sehr gute Möglichkeit für das Projekt sein könnte.
Da man Erasmus+ im Sport Projekte nicht als Privatperson beantragen kann, wurde das Job Shadowing über meinen Verein, den TV Jahn Delmenhorst, organisiert. Besonders mein 1. Vereinsvorsitzender, Jochem Flege, hat die Idee von Anfang an unterstützt und mir bei den organisatorischen und formalen Schritten sehr geholfen. Diese Unterstützung ist aus meiner Sicht auch wichtig, weil ein Erasmus+-Projekt nicht allein ein Projekt des reisenden Trainers ist. Antragsteller und entsendende Organisation ist der Verein bzw. gemeinnützige Organisation, und am Ende sollen die Erfahrungen auch wieder in die Vereinsarbeit zurückfließen. Der Antrag selbst war umfangreicher, als ich zunächst erwartet hatte. Es reicht nicht aus zu schreiben, dass man gerne für zwei Wochen einen interessanten Boxverein besuchen möchte. Für mich standen dabei vor allem Fragen im Mittelpunkt, die unmittelbar mit meiner eigenen Arbeit beim TV Jahn zu tun haben: Wie ist das Training im Kinder- und Jugendbereich organisiert? Wie werden Trainer, Eltern und andere Ehrenamtliche eingebunden? Wie findet Kinder- und Jugendarbeit im Verein statt und wie gelingt es, junge Menschen langfristig zu binden? Außerdem wollte ich sehen, wie Themen wie Inklusion und Teilhabe im Trainingsalltag und im Vereinsleben umgesetzt werden.
Rückblickend finde ich diesen Prozess sinnvoll. Man wird dadurch „gezwungen“, sich vor dem Aufenthalt Gedanken darüber zu machen, was man eigentlich erreichen möchte. Gleichzeitig sollte man für den Antrag ausreichend Zeit einplanen. Auch die technischen Systeme sind anfangs nicht unbedingt selbsterklärend. EU Login, Webgate Portal, verschiedene Antragsbereiche und später das Beneficiary Module muss man erst einmal kennenlernen. Wer zum ersten Mal einen solchen Antrag stellt, sollte deshalb nicht wenige Tage vor der Frist damit anfangen. Sehr hilfreich war für mich die Beratung durch JUGEND für Europa, die in Deutschland als Nationale Agentur für diesen Bereich zuständig ist. Bei Fragen gab es Ansprechpartner, Informationsveranstaltungen und Unterstützung. Unser Projekt wurde Ende Mai 2026 bewilligt und mit insgesamt knapp 3000 Euro gefördert. Damit konnte ich unter anderem die Reise, Unterkunft, Verpflegung sowie die allgemeine Organisation finanzieren.
Zwei Wochen beim Olympic Boxing Club Galway
Im Juli 2026 ging es schließlich nach Galway. Der sportliche Mittelpunkt meines Aufenthalts für die nächsten 13 Tage war der Olympic Boxing Club. Der Verein hat knapp 130 Mitglieder, davon rund 60 aktive Wettkämpferinnen und Wettkämpfer. Bei den regionalen Meisterschaften werden teilweise 45 bis 50 Boxer gemeldet, bei nationalen Meisterschaften teilweise bis zu 30. Vor allem hat mich die starke Familientradition innerhalb des Vereins beeindruckt. Boxen wird dort in einigen Familien über mehrere Generationen weitergegeben. Großväter haben geboxt, anschließend die Eltern und heute stehen deren Kinder in der Halle. Das merkt man teilweise bereits bei sehr jungen Sportlern. Einige Kinder im Alter von sechs oder sieben Jahren verfügen schon über erstaunlich gute Grundlagen. Grundstellung, Bewegungen und erste Schlagfolgen wirken bei ihnen sehr sauber und routiniert. Während des Aufenthalts erwähnte Mike, dass ein großer Teil der Grundlagenarbeit bereits ins Kinderzimmer oder ins Wohnzimmer verlegt wurde. Wenn ein Kind mit dem Boxsport innerhalb der Familie aufwächst, kommt es natürlich mit anderen Voraussetzungen in die Halle. Das lässt sich nicht auf jeden Sportler und auch nicht pauschal auf den gesamten irischen Boxsport übertragen. Beim Olympic BC war diese Verbindung zwischen Familie und Boxsport aber deutlich sichtbar.


Training beim Olympic BC Galway
Auch die Organisation des Trainings unterschied sich teilweise von dem, was ich aus meiner eigenen Arbeit kenne. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass zu dem Zeitpunkt wo ich da war, Ferienzeit war, und immer nur knapp 10 bis 15 Kinder da waren. (Laut Mike trainieren sonst bis zu 80 Sportler*innen gleichzeitig in der Halle) Die Einheiten hatten häufig den Charakter eines klassischen Boxgyms. Es gab gemeinsame Elemente wie Erwärmung oder Boxschule. Danach wurde viel individuell beziehungsweise in kleineren Gruppen gearbeitet. Mehrere Trainer bewegten sich durch die Halle, korrigierten Sportler, hielten Pratzen oder arbeiteten gezielt mit einzelnen Boxern. Eine große Rolle spielen dabei auch die Eltern. Mehrere von ihnen unterstützen das Training als Trainer und die Organisation des Vereins aktiv. Diese familiäre Einbindung war für mich einer der Punkte, die ich aus Galway besonders mitgenommen habe. Während meines Aufenthalts habe ich nicht ausschließlich beobachtet, sondern konnte mich auch selbst einbringen. Ich habe regelmäßig Pratzenarbeit mit Kindern und Jugendlichen gemacht – „Can you hold the pads?“ war eine sehr, sehr beliebte Frage an mich - und bei einer Einheit die Erwärmung sowie anschließend die Boxschule übernommen. Dabei zeigte ich unter anderem meine Grundstellung, Pendelbewegungen sowie Übergänge aus der Lang- in die Nahdistanz mit Diagonalgängen aus der Boxschule, mit der ich selbst arbeite. Einige der Bewegungen waren für die Kinder zunächst ungewohnt. Umso interessanter war es zu sehen, wie sie diese aufgenommen und umgesetzt haben. Für mich persönlich war dieser Teil ebenfalls super wichtig. Es ist noch einmal etwas anderes, in einer fremden Halle, in einem anderen Land und auf Englisch selbst vor einer Gruppe zu stehen. Das sehr positive Feedback von Trainern und Sportlern hat mir dabei auch gezeigt, dass meine eigene Trainingsarbeit in einem anderen Umfeld funktioniert!


Einen großen Teil des fachlichen Austauschs hatte ich natürlich mit Mike. Er ist Head Coach des Olympic BC, 2-Sterne-AIBA-Coach und verfügt über viel Erfahrung im nationalen und internationalen Boxsport. Besonders interessant fand ich seine Boxschule und unsere Gespräche über Technik, Beinarbeit, Trainingsaufbau und Nachwuchsentwicklung. Dabei wurde wieder einmal deutlich, wie klein die Boxwelt ist. Mike kannte unseren heutigen Niedersächsischen Landestrainer Akhmed Dzhafarov bereits aus dem Jahr 2015. Beide waren damals bei einem internationalen Trainingslager zur Vorbereitung auf die U19-Europameisterschaft in Polen. Während meines Aufenthalts zeigte Mike mir noch Fotos aus dieser Zeit und ich fand es spannend einige bekannte Gesichter wie u.a. Peter Kadiru und Denis Gashi vom Blau-Weiß Lohne (Niedersachsen) der 2015 bei der U19-EM den 1. Platz belegte (und gegen dessen Bruder Agon ich 2012 meinen letzten Kampf in Osnabrück bestritten habe) zu erkennen. Auch Mikes Vater John Mongan ist seit vielen Jahren im Boxsport aktiv. Er war viele Jahre als Trainer aktiv und ist nun als Secretary weiterhin stark in die Arbeit des Olympic Boxing Club eingebunden. Ebenfalls ist er unter anderem als AIBA-3 Star Referee tätig und als regionaler Kampfrichterobmann aktiv. Diese Verbindung von sportlicher Erfahrung, Familie und ehrenamtlicher Vereinsarbeit zieht sich durch viele Bereiche des Clubs.
Vereinsgeschichte und gesellschaftliches Umfeld
Interessant war für mich auch die Geschichte des Olympic BC. Eine wichtige Person in der Vereinsgeschichte ist Francis Barrett. Er vertrat Irland 1996 als erster Angehöriger der Irish Traveller Community bei Olympischen Spielen und trug bei der Eröffnungsfeier in Atlanta die irische Flagge. Mike erzählte mir während meines Aufenthalts auch von den früheren Trainingsbedingungen. Bevor der Club seine heutige Halle hatte, wurde teilweise unter sehr einfachen Bedingungen trainiert, unter anderem in Containern und draußen. Die Verbindung zur Irish Traveller Community ist Teil der Geschichte und des sozialen Umfelds des Vereins. Sie war nicht der Schwerpunkt meines Projekts, war für mich aber trotzdem ein interessanter Einblick in einen gesellschaftlichen Kontext, über den ich vor meiner Reise nur wenig wusste.
Jugendarbeit außerhalb des Boxvereins
Aufgrund meines Berufes als Erzieher und meiner Philosophie, dass Boxtraining als aktive Kinder- und Jugendarbeit zu sehen, war mir außerdem wichtig, während des Aufenthalts nicht ausschließlich die Boxhalle zu sehen. Deshalb besuchte ich das angrenzende Westside Youth Centre (eine Art offener Jugendtreff) von Youth Work Ireland Galway und traf dort Isabel Daly. Wir haben uns ausführlich über Jugendarbeit in Irland und Deutschland ausgetauscht. Dabei ging es unter anderem um offene Jugendarbeit, personelle und finanzielle Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Entwicklungen, Diskriminierung und die Situation verschiedener Bevölkerungsgruppen. Gerade für meine eigene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fand ich diesen Termin sehr hilfreich. Sportvereine arbeiten schließlich nicht losgelöst vom gesellschaftlichen Umfeld sondern Kinder und Jugendliche bringen ihre Lebensrealitäten mit in den Verein.
Galway und Irland kennenlernen
Zu einem internationalen Austausch gehört für mich auch, das Land und die Region kennenzulernen. Dabei hatte ich während meines Aufenthalts ausgesprochen viel Glück mit dem Wetter. Und so konnte ich im Atlantik schwimmen, im Connemara National Park unterwegs sein und bin auf den Diamond Hill gewandert. Außerdem konnte ich Teile des Wild Atlantic Way kennenlernen. Eine geführte Tagestour führte mich zu den Cliffs of Moher und nach Inisheer auf den Aran Islands. Ein besonderer Einblick in die irische Sportkultur war außerdem das All-Ireland-Finale im Hurling. Mike nahm mich mit zu seiner Familie und Freunden, und wir verfolgten das Spiel gemeinsam in einem Pub. Auch solche Erfahrungen gehören für mich zu einem Erasmus+-Projekt. Gerade wenn man verstehen möchte, wie ein Verein funktioniert, hilft es, das Umfeld kennenzulernen, in dem dieser Verein und seine Mitglieder zu Hause sind.
Was nehme ich aus Galway mit?
Was mir im Training besonders aufgefallen ist, war die Selbstverständlichkeit, mit der viele Boxer in unterschiedlichen Distanzen arbeiten. Vieles wird aus einem sehr stabilen Stand und auf festen Füßen geschlagen, gleichzeitig ist das Boxen alles andere als statisch. Es wird permanent vorbereitet: Finten, kleine Distanzveränderungen, Winkelwechsel und anschließend wieder eine neue Aktion. „Feint, feint, attack“ ist eine der Aufforderungen aus der Boxschule, die mir aus Galway besonders im Kopf geblieben ist. Mindestens genauso interessant waren aber die Strukturen um das Training herum. Die Beteiligung der Eltern, die Arbeit mehrerer Trainer, die familiäre Bindung an den Verein und die große Selbstverständlichkeit, mit der Boxsport dort teilweise über Generationen weitergegeben wird, haben bei mir einige Gedanken für die eigene Nachwuchsarbeit ausgelöst. Nicht alles davon lässt sich auf den TV Jahn Delmenhorst übertragen. Das ist für mich aber auch nicht der Anspruch einer Hospitation. Entscheidend ist, andere Lösungen kennenzulernen und anschließend die eigene Arbeit zu reflektieren.
Wie geht es weiter?
Besonders finde ich, dass der Kontakt nach Galway mit meiner Rückreise nicht beendet war. Mike und ich haben bereits während meines Aufenthalts viel darüber gesprochen, wie ein Gegenbesuch in Deutschland aussehen könnte. Dabei geht es einerseits um einen weiteren fachlichen Austausch zwischen Trainern, andererseits gibt es auch Ideen für sportliche Begegnungen. Schon während der Zeit in Galway habe ich außerdem Kontakt zur irischen Erasmus+-Nationalagentur Léargas hergestellt. Der Olympic BC hatte mit den Möglichkeiten von Erasmus+ im Sport bisher keinerlei Erfahrungen. Über Léargas gibt es nun einen direkten Ansprechpartner in Irland, um zu prüfen, wie beispielsweise Mike und weitere Trainer zukünftig für ein Job Shadowing nach Deutschland kommen könnten.
Auch im niedersächsischen Boxsport gab es bereits erste Gespräche. Mit unserem Präsidenten Michael Seltmann habe ich über die Idee gesprochen, perspektivisch in 2027 eine Mannschaft aus Galway nach Niedersachsen einzuladen und möglicherweise einen Vergleichskampf zu organisieren. Das sind derzeit erste Überlegungen. Ob und in welcher Form daraus konkrete Maßnahmen entstehen, wird sich zeigen. Für mich ist aber genau das ebenfalls ein Wert solcher Projekte: Aus einer zunächst einmaligen Hospitation entstehen Kontakte, die anschließend weiterentwickelt werden können.
Ein Ziel nach meiner Rückkehr ist es deshalb auch, Erasmus+ im Sport innerhalb unseres Vereins aber auch Verbands bekannter zu machen um möglichst vielen Menschen ähnliche Erfahrungen zu ermöglichen. Auch wenn die Antragstellung eine gewisse Zeit benötigt, waren die knapp zwei Wochen in Galway fachlich und persönlich eine sehr, sehr wertvolle Erfahrung und jede Mühe im Vorfeld wert! Ps. Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit an mich wenden.